Magdalenen-Kirchweih 2018

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Wolfsbach.de, Mittelbayerische Zeitung, FFW Wolfsbach

Traditionell feiern die Wolfsbacher drei Tage ihre Magdalenen-Kirchweih, deren weltlicher Teil von der Freiwilligen Feuerwehr, dem Kirwaverein und ihren heuer zehn feschen Kirwapaaren ausgerichtet wird.

Am Samstag rückte die Wehr bereits früh morgens aus. Nicht zum Löschen oder zur technischen Hilfeleistung, sondern zum Einholen des Kirwabaumes. Eine 32 Meter lange Fichte wurde umgesägt. Zum vierzehnjährigen Jubiläum des Kirwavereins „steckerlgrad gewachsen und von Torsten Donhauser gestiftet. Dann wurde der schlanke Baum – wie es Brauch ist - von den strammen Kirwaburschen zum Festplatz „kutschiert.“

Dort beim Vilstal-Rad-Wanderweg wurde nicht lange gefackelt, der Baum von den Kirwaburschen teils geschält, „geringelt“ und „Wolfsbach 2018“ eingeschnitzt. Die zehn hübschen Kirwamoidln hatten schon  Tage zuvor drei große Kränze aus Fichtenreiser gebunden und mit weiß-blauen Bändern versehen. Auch den Gipfel des Kirwabaumes verzierten sie mit  bunten Bändern.

Am Nachmittag dann hievten 28 starke Burschen und Männer bei hochsommerlichen Temperaturen mit Baggerunterstützung den mächtigen Kirwabaum mit Muskelkraft und fünf „Goaßn“ in harter und schweißtreibender Arbeit in die Senkrechte. Dabei hörten die Mannsbilder auf die die Rufe des bewährten „Kirwabaumoasters“ Sebastian Zapf: „Mach’ma wieder an kloana Schub! Pack’ ma’s! Hou Ruck!“ forderte er immer wieder die 28 starken Männern an fünf „Goaßn“ auf, den Baum in die Senkrechte zu bringen. Was in eineinhalb Stunden gelang. Die Kirwamoidl eilten derweil eifrig hin und her und sorgten dafür, dass die Männer nicht Durscht leiden mussten. Der Baum war noch nicht ganz aufgestellt, kam ein heftiges Gewitter und es schüttete wie aus Kübeln. Bald aber war das Gewitter abgezogen und die Dusche beendet und es schien wieder die Sonne. Um 20 Uhr zogen die zehn feschen Kirwapaare ins Festzelt ein und sorgen zusammen mit der Partyband „Quertreiber“ für Stimmung.  

Am Sonntag wurde um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst von Pfarrer Pater Hermann Sturm zelebriert, den die Blaskapelle Ensdorf musikalische umrahmte. Auch zum Frühschoppen spielte die Kapelle unter Leitung von Hubert Haller auf. Die Gäste labten sich bei einem „Bayerischen Mittagessen“.

Nachmittags um 15 Uhr tanzten die zehn Kirwapaare zur Musik der „Hohlweglauerer“ den Kirwabaum aus, nahmen mit Gstanzln das Geschehen in Dorf, Gemeinde und Umgebung aufs Korn, kürten das neue Oberkirwapaar. Ab 18 Uhr  sorgten „power hoch 5“ mit zünftiger Oberkrainer-Musik für Kirwa-Stimmung. Darüber berichtet die MZ in ihrer morgigen Ausgabe.

Morgen geht die Wolfsbacher Magdalenen-Kirwa um 12 Uhr mit dem traditionellen Treiben des Kirwabären durch den Ort weiter. Am Abend heizt dann ab 19.30 Uhr die Band „Donnaweda“ beim Tag der Vereine den Gästen noch einmal so richtig ein. Gegen 22 Uhr werden der stattliche Kirwabaum und die attraktiven Tombolapreise verlost.

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